Teure 0900er-Abzocke bei Jobsuchenden
Mit einem Stundenlohn von bis zu 16 Euro lockt eine Zeitungs-Annonce, in der eine Seniorenbetreuung gesucht wird. August-Willy Ladner aus Frankfurt greift zum Telefon, wird an eine 0900er Nummer verwiesen. Anstatt eines Jobs, gibt es eine Rechnung von 5,79 Euro für 2,33 Minuten Gesprächszeit.
„Die wollen gar keine Jobs vermitteln“, vermutet der 71-Jährige. Und die Verbraucherzentrale Frankfurt gibt ihm Recht: „Für einen Job sollte man nichts zahlen“, sagt Pressesprecherin Ute Bitter. Dass Jobsuchende mit diesen Anzeigen auf die 0900er Nummern gelockt werden, sei eine gängige Masche.
Quelle und vollständiger Bericht: Rhein-Main ExtraTIPP
Vorsicht, wenn der „Verbraucherschutz“ anruft
Warnung der Verbraucherzentrale Hessen vor neuer Betrugsmasche
Zur Zeit häufen sich Beschwerden von Verbrauchern, die von angeblichen Mitarbeitern der Verbraucherzentrale Hessen oder eines „Deutschen Verbraucherschutzes“ angerufen wurden. Immer geht es darum, dass Werbematerial zugesandt, eine Mitgliedschaft beim Anrufer begründet und Geld vom Bankkonto der Angerufenen abgebucht werden soll. Besonders perfide: die Anrufer geben offenbar vor, unter der Geschäftsadresse der Verbraucherzentrale Hessen in der Großen Friedberger Straße 13-17, 60313 Frankfurt ansässig zu sein. Die echte Verbraucherzentrale Hessen warnt vor dieser dreisten Betrugsmasche, mit der offensichtlich das Konto leer geräumt werden soll. Keinesfalls sollten sensible Daten wie zum Beispiel die Bankverbindung am Telefon preisgegeben werden. Im vorliegenden Fall rät die Verbraucherzentrale Hessen zur Anzeige bei der Polizei.
Quelle und vollständige Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Hessen
Ein Mann aus Neustadt/Donau erhielt von einer Firma Czech Media Factoring aus Petersberg eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 90 Euro, obwohl er seinen Angaben zufolge nie Leistungen der Firma in Anspruch genommen hatte. Nachdem der Mann auf die Rechnung nicht reagierte, folgte eine Mahnung über 125 Euro.
Zwischenzeitlich hat sich die Forderung auf 425,08 Euro erhöht, da die Firma ein Inkassobüro mit der Eintreibung des Geldes beauftragt hat. Vom Geschädigten wurde nun Anzeige erstattet.
Quelle: donaukurier.de
Der ORF berichtete über Cold Calls der Gewinnspielmafia
Der ORF ist seinem Auftrag treu geblieben und setzt sich weiterhin massiv für die Aufklärung in Sachen Telefonabzocke und Gewinnspielbetrug ein.
Dieses Mal in dem Magazin Konkret, wo zusammen mit Rechtsanwalt Horvath und unserer Mitarbeiterin Eva Marin anhand des Falles des 91-jährigen Alois Gaudnek klar dargestellt wurde, dass die Informationen sowohl der Arbeiterkammern, als auch des Konsumentenschutzministers nur mehr als Schwachsinn bezeichet werden können.
Wir haben auch vor laufender Kamera die angebliche Hotline in Wien im Ministerium angerufen und sind, wie schon berichtet auf eine Sprachbox gekommen, die zynisch mittteilt, dass dieser Teilnehmer keine Nachrichten entgegen nimmt.
Quelle und vollständiger Beitrag: betrugskartell.blogspot.com
Abzockopfer zahlt nicht an Czech Media Factoring
Oliver Koch aus Gillersheim ist entsetzt. Anfang der Woche flatterte bei ihm ein Brief der „Czech Media Factoring“ auf den Tisch.
Darin wird behauptet, dass sein Sohn Lennart die Dienste einer Firma „R.M.I.“ in Anspruch genommen habe und Oliver Koch 90 Euro zahlen müsse, weil der Anschluss auf ihn laufe.
Unterdessen hat Koch Anzeige bei der Polizei gegen das tschechische Unternehmen gestellt.
Die Northeimer Polizei bestätigte auf Anfrage den Eingang der Anzeige wegen Betrugs. Die Beamten werden das Verfahren zuständigkeitshalber an die Polizei nach Fulda abgeben.
Quelle und vollständiger Bericht: HNA.de
Vorsicht vor neuer Abzock-Masche
Soeben erhielt ich einen Anruf, natürlich mit unterdrückter Rufnummer, von einer sog. Gebührenzentrale. Es ging darum, dass ich ausgewählt sei, an der Bewertung von Werbung im Fernsehen teilzunehmen mit dem Versprechen, jeden Monat an einer Verlosung teilzunehmen, deren Preise von den Werbefirmen gesponsort würden. So weit, so gut. Doch natürlich kam der Pferdefuß: für die dazu benötigte Fernbedienung bräuchte ich ja nur 59,00 € pro Monat zahlen und das auch nur im Fall eines Gewinns.
Quelle und vollständiger Bericht: Gießener Zeitung
Abzocke per Telefon aus Südafrika
Tausende Schreiben der Firma FVK (Finanz Verwaltungs Kanzlei) aus Kapstadt – Südafrika landen dieser Tage in den Briefkästen der Verbraucher Schleswig-Holsteins. Darin wird mitgeteilt, man hätte ein Sparbuch mit mehreren Tausend Euro gewonnen, das nur noch übergeben werden müsse.
Zur Abwicklung der Übergabe seien lediglich ein paar Formalitäten zu regeln. Da man die Unterlagen bereits im Vorfeld bearbeitet hätte, wäre nur noch ein Telefonat laut “Vergabe-Bedingung” erforderlich. Und hier ist der Haken an der Sache: Es kann nämlich nicht eine “normale” Ortsrufnummer angerufen werden, sondern lediglich eine 0900er-Nummer, die pro Minute mit mindestens € 2,99 zu Buche schlägt.
Diese Gewinnmitteilung dient also augenscheinlich nur dazu, dass Verbraucher eine überteuerte Hotline anrufen. Ob es jemals zu einer Übergabe kommt, ist nicht bekannt und wohl auch eher unwahrscheinlich.
Durch besonders aufwendige und kostspielige Gestaltung der Briefsendung wird der Eindruck höchster Wichtigkeit, Vertraulichkeit und Eilbedürftigkeit vermittelt. Das soll den gesunden Menschenverstand ausschalten. Selbst wenn die Ansprache persönlich und mit Vornamen erfolgt, handelt es sich um tausendfach versendete Massenware.
Das Schreiben kann also getrost entsorgt werden.
Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein
Nach rund 20 Monaten Untersuchungshaft kommen die Hauptangeklagten im Prozess um Flirt-SMS-Abzocke zunächst auf freien Fuß. Das Oberlandesgericht (OLG) Schleswig setzte die Haftbefehle gegen die drei mutmaßlichen Betreiber von Call-Centern außer Vollzug, bestätigte Gerichtssprecherin Christiane Wien am Freitag auf Anfrage.
Der Zweite Strafsenat gab damit einer Haftbeschwerde der Verteidiger statt, bejahe aber nach wie vor dringenden Tatverdacht, sagte Wien. Die Haftbefehle bleiben bestehen, die Freilassung erfolgt unter strengen Auflagen wie Meldepflicht und Kontaktverbot zu Mitangeklagten und Zeugen. Die Anklage wirft den Männern gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor. Sie sollen rund 700.000 Handy-Nutzer um etwa 43 Millionen Euro geschädigt haben.
Quelle und vollständiger Bericht: szh.de
Polizeiaktion wegen Missbrauchs von Telefonzentralen der Swisscom
Vor einigen Tagen standen sie vor seiner Tür: In Absprache mit den Aargauer Kollegen durchsuchten Zürcher Polizisten die Wohnung von Michel François Kocsis. Als sie wieder gingen, war Kocsis um einige Akten und Computer ärmer. Er steht im Verdacht, fürs schnelle Geld diverse Gaunereien begangen zu haben.
Ende April 2010 erhielten Swisscom und Sunrise auffällig viele Reklamationen von Kunden, die offenbar eine Porno-Nummer gewählt haben, davon aber nichts wussten. Kostenpunkt: Ein Anruf von wenigen Sekunden wurde mit fast 100 Franken verrechnet.
Recherchen der Redaktion a-z zeigen: Erst reservierte sich Kocsis beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) Mehrwertnummern (so genannte 0900er-Nummern), dann aktivierte er sie gleich selbst. Denn die für Anrufer sehr teuren Nummern werden erst zu Geld, wenn sie auch jemand nutzt.
So sehen es die Untersuchungsbehörden: Kocsis verschafft sich Zugang zu diversen Telefonzentralen der Swisscom. Zuerst im Kanton Aargau, dann in Zürich. Er geht in die Telefonzentralen, stöpselt die Kabel um und – schwupps – haben x Personen die teure Nummer gewählt, die er vorher beim BAKOM reservieren liess. Er steckt einfach die Telefonverbindungen um, wie wenn jemand zu Hause sein Netzwerkkabel einsteckt.
Quelle und vollständiger Bericht: a-z.ch
Werbeanrufe als “Ober Abzocke” gekürt
Nach wie vor beschweren sich zahlreiche Verbraucher über lästige Telefonwerbung. So konnte es nicht überraschen, dass die Geburtstagsgäste zum 20. Jubiläum des Potsdamer Verbraucherberatungszentrums kürzlich unter 15 Beratungsfällen folgenden unerwünschten Anruf als “Ober-Abzocke” kürten: “Guten Tag, mein Name ist Erich Frankenberg. Sie haben gewonnen. Sie sind der Gewinner eines neuen Mercedes-Benz-Cabriolets im Wert von 45.000 Euro. Rufen Sie bitte gleich unser Call-Center an, damit wir Ihnen den Gewinn zustellen können.” – verbunden natürlich mit der Aufforderung, eine 0900-Nummer zum (nicht genannten) Preis von zwei Euro pro Minute zu wählen.
Erst im vergangenen Sommer war ein Gesetz in Kraft getreten, welches genau dieses unzulässige Vorgehen unterbinden sollte. Doch die Verbraucherschützer haben nicht den Eindruck, dass die telefonische Belästigung von Verbrauchern abnimmt. Um dieses Empfinden belegen zu können, starteten die Verbraucherzentralen im März eine bundesweite Aktion zur Ermittlung unerwünschter Werbeanrufe. Bislang haben allein in Brandenburg schon weit über 3.000 Betroffene ihre Erfahrungen in den Beratungsstellen des Landes oder unter www.vzb.de/telefonwerbung mitgeteilt. Auf diese Erhebung, deren Zwischenergebnisse im Sommer vorgelegt werden, werden sich dann weitere Schritte der Verbraucherschützer stützen.
Quelle und vollständige Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg






