Archive for November 21st, 2009

Klingeltonabos kündigen – so gehts!

Posted by stucki On November - 21 - 2009

Ob nun beabsichtigtes oder versehentliches Klingeltonabo – wer eines hat und es wieder loswerden will, muss wissen, wie’s geht. Für den Fall haben wir ein paar Infos zusammengestellt.

Viele werden als erstes wohl versuchen, über die Internetseite des Anbieters entsprechende Informationen zu finden. Auf den Seiten von beispielsweise Jamba oder ZED muss man allerdings ein bisschen suchen, wenn man herausfinden will, wie die Kündigung funktioniert. Das Team von netzcheckers.de hat ein wenig nachgeforscht und musste feststellen, dass es einem nicht allzu leicht gemacht wird – na sowas… (dazu gibt es auch einen Film) Wir fanden die Idee gut und haben das auch noch mal probiert: Wenn man “kuendigung abo” in die Suchfelder der Anbieterseiten eingibt, bekommt man in der Tat keinen Treffer. Dabei scheint das doch eine sehr naheliegende Suchwort-Kombination – Infos zu dieser Frage zu finden, erfordert also doch ein wenig Herumgeklicke. Letztlich muss man in beiden Fällen die Hilfe-/FAQ-Seiten durchsuchen, dann klappt’s irgendwann.

Aber man findet auch von neutraler Seite Infos, wie man es machen sollte: in einer Folge von “netzcheckers.tv”, die ihr oben rechts auch sehen könnt, im Jugendmagazin “handysektor.de” oder eben hier. Entscheidend ist vor allem die Frage, welche Befehle man braucht, die man dann per SMS an die entsprechende, fünfstellige Premium-SMS-Nummer schicken muss. Der wohl wichtigste: “STOP” bzw. “STOP Dienstename”, denn der soll den Abonnementdienst umgehend beenden. Dabei ist mit “Dienstename” der spezielle Name des jeweiligen Abos gemeint, und der ist ja immer anders. “STOP ALLE” soll gleich alle eventuell bestehenden Abos kündigen.

Wer ganz sicher gehen will, sollte die Kündigung allerdings auch schriftlich an die Adresse des Anbieters schicken und eine Bestätigung verlangen. Die Adresse kann man über den eigenen Mobilfunkprovider erfahren oder über Listen, in denen der fünfstelligen SMS-Nummer Anbieter zugeordnet werden, mehr dazu hier. Alternativ kann auch eine Hotline angerufen werden, die allerdings in vielen Fällen 14 Cent pro Minute kostet. Die findet man dann mit etwas Geduld auf der Homepage des Klingeltonabieters…

Vorsicht – Per SMS in die Abo-Falle

Posted by stucki On November - 21 - 2009

In einer Fernsehzeitung hat Marko sie entdeckt. Rund 40 Handyspiele konnte er sich da kinderleicht per SMS bestellen – zum Sparpreis für 1 Euro das Stück. Nach der Bestellung hatte der 13-Jährige ein Abo an der Backe.

Die Seite ist verdammt bunt und vollgetextet. Das Auge liest erst einmal nur das, was groß geschrieben ist. “50%”, “Alles muss raus” oder “SMS-Sparpaket” steht da. Oben eine Liste mit lauter “Top Hits” oder “Realsounds” fürs Handy. Unten kann man Spiele ordern wie “Sniper Shot”, “Dirty Dynamite Girls” oder “Jungle Twister”. Pro Stück wird “nur” 1 Euro fällig.

Kinderleicht per SMS bestellen

HandyspielwerbungFlaggen verschiedener Länder sind auf der Seite abgebildet. Neben der Deutschlandflagge gibt es auch noch eine Schweizer Flagge, eine aus Österreich und eine aus Luxemburg – inklusive dazugehöriger Telefonnummer. Das Bestellen eines Handyspiels ist kinderleicht. Einfach eine SMS mit der Bestellnummer an die entsprechende Landes-Nummer simsen, auf die Bestätigungs-SMS warten und über einen darin mitgeschickten Link das Spiel downloaden – fertig.

Achtung Sternchen

Über der Deutschlandflagge und der Preisangabe von einem Euro steht groß “SMS-Sparpaket-Bestellung”. Das Sternchen hinter der Deutschland-Bestell-Telefonnummer kann man in diesem ganzen Bilder-Tumult glatt übersehen. Unten auf der Seite taucht das Sternchen wieder auf – zusammen mit einem ziemlich kleingedruckten Hinweis. Der Anbieter preist den günstigen Clubvorteil an und teilt mit, dass für Österreich, die Schweiz und Luxemburg bestimmte Abo-Kosten anfallen. Von Deutschland ist da aber nicht die Rede.

Sparpaket gleich Abo?

HandyspielwerbungKurzum – Marko hat das Spiel bestellt. Und hinter dem Begriff “SMS-Sparpaket” verbarg sich ein Abo. Der Anbieter buchte von da an fleißig ab – und zwar wöchentlich. Irgendwann war dann die Prepaid-Karte abtelefoniert. Markos Vater, auf dessen Namen Markos Handy läuft, hat das Abo telefonisch gekündigt. Und gleich mal den Kartenanbieter gewechselt. Wer weiß, ob der Spieleanbieter nicht in Sekundenschnelle das neue Guthaben einziehen würde, wenn die Karte neu geladen wird. Ach, ja: Das Spiel hat auf Markos Handy übrigens auch nicht funktioniert!

Die Verbraucherzentrale hat indes eine klare Haltung zu solchen Abofallen: “Teilt der Anbieter die Vertragsbedingungen nicht mit und stellt trotzdem Kosten in Rechnung, muss die Rechnung nicht gezahlt werden”, sagt Iwona Gromek, Juristin bei der Verbraucherzentrale NRW. “Auch bei einer Bestellung per SMS muss eine Bestätigung des Anbieters kommen, in der die Vertragsbedingungen stehen.” Wer sich also vor bösen Überraschungen bei der nächsten Handyrechnung schützen will, sollte immer die Vertragsbedingungen studieren. Sind die aber nur unverständlich formuliert und nicht auf einen Blick zu finden, solltet ihr besser die Finger von der Bestellung lassen.


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