Eine 79-jährige Frau aus Freudenstadt hat am Freitagnachmittag, 11. Dezember, 45.000 Euro an einen Betrüger verloren.
Gegen 14.00 Uhr rief ein Mann auf dem Festnetzanschluss der 79-Jährigen an und gab sich als Patenkind der Frau aus. Er gab vor, dass er in einer großen Not sei. Wenn sie ihm nicht helfe, könne ihm keiner mehr helfen. Es dürfe auch niemand wissen und sie könne ihm vertrauen. Er bräuchte 45.000 Euro sofort und am Montag hätte sie es wieder.
Die Bedenken der Frau zerstreute der Anrufer immer wieder mit belehrenden Worten: „Hör mir mal zu“ und „Du musst mir jetzt vertrauen“. Als die Frau nicht gleich auf seinen Wunsch einging und erst abklären wollte ob sie soviel Geld bekommen kann, bekam sie noch ca. 10 weitere Anrufe von dem Mann. Der Anrufer begründete die Notwendigkeit dass er das Geld sofort brauche, damit, dass er etwas weit unter Wert gekauft hätte und das Geld deshalb sofort benötige.
Schließlich begab sich die Frau gegen 15.00 Uhr zu ihrer Bank. Der Anrufer gab ihr noch mit auf den Weg, dass sie bei der Bank Druck machen müsse und dass sie dort nicht sagen soll wofür das Geld ist.
Als sie gegen 16.00 Uhr mit dem Geld wieder nach Hause kam, rief er sofort wieder an und fragte noch ob sie auch andere Wertsachen, wie Schmuck, hätte. Darauf ging die 79-Jährige nicht ein. Der Anrufer erklärte ihr, dass er jetzt in Freiburg sei und dass er einen Bekannten vorbeischicke der das Geld abholen würde. Von diesem hätte er den Personalausweis und eine Quittung.
Zwischen 16.30 Uhr und 17.30 Uhr kam dann tatsächlich ein Mann der das Geld abholte. Dieser öffnete seine Jacke und steckte den Briefumschlag in einen Brustbeutel den er schräg über der Schulter trug.
Erst am Dienstag, 15. Dezember, hat die 79-Jährige bei ihrem Patenkind angerufen. Dort erfuhr sie dann, dass sie auf einen Betrüger hereingefallen ist.
Quelle: Polizeipresse Freudenstadt v. 16.12.09






