Archive for the ‘SMS Abzocke’ Category

Bewegung im Prozess gegen SMS Chat Betreiber

Posted by stucki On Februar - 23 - 2010

In einem überraschenden Vorstoß hat die mit dem Hauptverfahren wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges gegen mutmaßliche Verantwortliche des Firmenkomplexes um die Flensburger Firma MintNet GmbH befasste 6.Große Strafkammer des Landgerichts Kiel am 39. Verhandlungstag ihre Bereitschaft in Aussicht gestellt, die Verfahren gegen zwei wegen Beihilfe angeklagter sog. Strohmänner unter Auflagen einzustellen. Diesen werden Hilfeleistungen zum professionellen Be- und Vertrieb von moderierten SMS-Chat-Diensten vorgeworfen.

Am Ende eines langen, zum größten Teil mit Verlesungen von Urkunden verbrachten Prozesstages hatte der Vorsitzende der Kammer das Wort ergriffen, um den Prozessbeteiligten die “Erörterungen” des Gerichts hinsichtlich der Verfahren der insgesamt drei wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Bandenbetrug angeklagten Rainer S., Heiko H. und Mirko H. mitzuteilen, die seit September 2009 im Saal 232 in zweiter Reihe hinter den drei wegen täterschaftlichen gewerbsmäßigen Bandenbetruges angeklagten Heiko A., Dirk von W. und Norman W. sitzen.

Konkret könne man zu den einzelnen Angeklagten folgende Einschätzungen abgeben:

Für den Angeklagten Heiko H. habe man Feststellungen treffen können, dass er als Geschäftsführer der Firmen Shiftworx GmbH, Mobile Entertainment GmbH, Global Entertainment GmbH und als Director der Micro SD 256 Ltd. fungierte, die möglicherweise in Zusammenhang mit mehreren Fällen von in der Anklage genannten Geschädigten gebracht werden können. Der Geschäftsbetrieb der Shiftworx GmbH sei aber nach bisheriger Erkenntnis in den nicht angeklagten Bereich sog. Abo-Dienstleistungen zu verorten. Zwar habe man zahlreiche Unterschriften in Augenschein nehmen können, die auf Heiko H. hindeuteten und Anzeichen dafür, dass an diesen auch Geld geflossen sei – Im Verhältnis zu den Tätigkeiten von mindestens drei im Zuge der Beweisaufnahme gehörten Zeugen aus dem Vertrieb und der Buchhaltung, deren Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden waren, könne dessen Schuld entsprechend gewürdigt nach Ansicht der Kammer ebenfalls zu einer Verfahrenseinstellung nach §153a StPO führen. Eine solche Einstellung sei gegen Auflagen “vorstellbar”, ohne dies von der Bedingung einer vorigen Sacheinlassung abhängig zu machen.

Der Angeklagte Rainer S. sei nach Feststellungen der Kammer aus der vorläufigen Aktenlage Director bzw. Shareholder von insgesamt 6 englischen sog. “Limiteds” (lt. Anklage: Sync Media Ltd., The New Media Ltd., High Level Media Ltd., OM Sytems Ltd., New Reseller Ltd. und Hosting Media Ltd.) gewesen, die alle “mit den hier angeklagten Fällen nichts zu tun” gehabt hätten. Nach den bisherigen Zeugenaussagen habe sich seine aktive Tätigkeit auf Hausmeisterdienste und das Leeren von Briefkästen der Firmengruppe beschränkt, obgleich er sich oft auf der Chefetage des MintNet-Firmensitzes aufgehalten habe. Auch hier sehe die Kammer zwar “keinen Freispruch am Horizont” aber auch hier die Möglichkeit einer Verfahrenseinstellung nach §153a StPO.

Für den wegen Beihilfe angeklagten Mirko H. sehe es nach Meinung der Kammer vorläufig noch anders aus. Er habe als Geschäftsführer der TMP Callcenter Services Nord fungiert, die Bezug zu zahlreichen Fällen der Anklage gehabt, zentrale Abteilungen des Fimenkomplexes, wie die Werbung beherbergt und selbst Chatter beschäftigt habe. Damit sei er also deutlich tatnäher gewesen, als die beiden anderen Angeklagten.

Zweieinhalb Jahre Haft für Betrug mit Flirt SMS

Posted by stucki On Februar - 13 - 2010

Weil er rund 190.000 Singles mit einer SMS Kontaktbörse betrogen hat, muss ein 30 Jähriger für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Braunschweiger Landgericht verurteilte den Mann am Donnerstag wegen gewerbsmäßigen Betrugs. Der Schaden beträgt mehr als acht Millionen Euro.

Der Angeklagte hatte seinen Kunden in Inseraten vorgegaukelt, sie könnten per Kurzmitteilung Kontakt zu anderen Singles aufnehmen. Wer sich darauf einließ, zahlte 1,99 Euro pro SMS. Die Antworten auf Kurzmitteilungen kamen aber von speziell geschulten Mitarbeitern.

Wenigstens wurde er bestraft!

Lastschriften innerhalb 3 Jahre zurück buchen

Posted by stucki On Februar - 10 - 2010

Wie Akte2010 gestern Abend berichtete ist es möglich eine Lastschrift von unseriösen Abzockern innerhalb von 3 Jahren zurück zu buchen!

Das heißt die normalen 6 Wochen gelten in diesem Falle nicht.

Wer also schon vor einer längeren Zeit über’s Ohr gehauen worden ist, sofort eine Strafanzeige erstatten und das Geld von der Bank zurück buchen lassen.

Ein 31-Jähriger muss sich seit Donnerstag wegen Betrügereien mit dem von ihm betriebenen SMS-Kontaktservice vor dem Braunschweiger Landgericht verantworten. Der Mann aus Seesen (Harz) soll Kunden vorgegaukelt haben, per Kurzmitteilung Kontakt zu anderen Singles herzustellen. Wer sich darauf einließ, zahlte 1,99 Euro pro SMS. Die Antworten sollen aber von Mitarbeitern des Angeklagten gekommen sein. Zum Prozessauftakt sagte der 31-Jährige, er sei sich keiner Schuld bewusst gewesen. Er wolle aber mithelfen, die enttäuschten Kunden zu entschädigen.

Der Gesamtschaden soll bei rund vier Millionen Euro liegen. Die Verhandlung wird in der kommenden Woche fortgesetzt.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Posted by stucki On Dezember - 23 - 2009

Liebe Leserinnen und Liebe Leser,

Es ist mal wieder so weit, die Geschenke sind gekauft und verpackt, der lang ersehnte Tag rückt immer näher!

Das ganze Telefon-Abzocke.de Team wünscht euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, vorallem ein werbefreies!

Desweiteren wünschen wir euch einen guten Rutsch ins neue Jahr, auf das ihr Gesund und Munter bleibt!




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