Archive for the ‘SMS Abzocke’ Category

Klingeltonabos kündigen – so gehts!

Posted by stucki On November - 21 - 2009

Ob nun beabsichtigtes oder versehentliches Klingeltonabo – wer eines hat und es wieder loswerden will, muss wissen, wie’s geht. Für den Fall haben wir ein paar Infos zusammengestellt.

Viele werden als erstes wohl versuchen, über die Internetseite des Anbieters entsprechende Informationen zu finden. Auf den Seiten von beispielsweise Jamba oder ZED muss man allerdings ein bisschen suchen, wenn man herausfinden will, wie die Kündigung funktioniert. Das Team von netzcheckers.de hat ein wenig nachgeforscht und musste feststellen, dass es einem nicht allzu leicht gemacht wird – na sowas… (dazu gibt es auch einen Film) Wir fanden die Idee gut und haben das auch noch mal probiert: Wenn man “kuendigung abo” in die Suchfelder der Anbieterseiten eingibt, bekommt man in der Tat keinen Treffer. Dabei scheint das doch eine sehr naheliegende Suchwort-Kombination – Infos zu dieser Frage zu finden, erfordert also doch ein wenig Herumgeklicke. Letztlich muss man in beiden Fällen die Hilfe-/FAQ-Seiten durchsuchen, dann klappt’s irgendwann.

Aber man findet auch von neutraler Seite Infos, wie man es machen sollte: in einer Folge von “netzcheckers.tv”, die ihr oben rechts auch sehen könnt, im Jugendmagazin “handysektor.de” oder eben hier. Entscheidend ist vor allem die Frage, welche Befehle man braucht, die man dann per SMS an die entsprechende, fünfstellige Premium-SMS-Nummer schicken muss. Der wohl wichtigste: “STOP” bzw. “STOP Dienstename”, denn der soll den Abonnementdienst umgehend beenden. Dabei ist mit “Dienstename” der spezielle Name des jeweiligen Abos gemeint, und der ist ja immer anders. “STOP ALLE” soll gleich alle eventuell bestehenden Abos kündigen.

Wer ganz sicher gehen will, sollte die Kündigung allerdings auch schriftlich an die Adresse des Anbieters schicken und eine Bestätigung verlangen. Die Adresse kann man über den eigenen Mobilfunkprovider erfahren oder über Listen, in denen der fünfstelligen SMS-Nummer Anbieter zugeordnet werden, mehr dazu hier. Alternativ kann auch eine Hotline angerufen werden, die allerdings in vielen Fällen 14 Cent pro Minute kostet. Die findet man dann mit etwas Geduld auf der Homepage des Klingeltonabieters…

Vorsicht – Per SMS in die Abo-Falle

Posted by stucki On November - 21 - 2009

In einer Fernsehzeitung hat Marko sie entdeckt. Rund 40 Handyspiele konnte er sich da kinderleicht per SMS bestellen – zum Sparpreis für 1 Euro das Stück. Nach der Bestellung hatte der 13-Jährige ein Abo an der Backe.

Die Seite ist verdammt bunt und vollgetextet. Das Auge liest erst einmal nur das, was groß geschrieben ist. “50%”, “Alles muss raus” oder “SMS-Sparpaket” steht da. Oben eine Liste mit lauter “Top Hits” oder “Realsounds” fürs Handy. Unten kann man Spiele ordern wie “Sniper Shot”, “Dirty Dynamite Girls” oder “Jungle Twister”. Pro Stück wird “nur” 1 Euro fällig.

Kinderleicht per SMS bestellen

HandyspielwerbungFlaggen verschiedener Länder sind auf der Seite abgebildet. Neben der Deutschlandflagge gibt es auch noch eine Schweizer Flagge, eine aus Österreich und eine aus Luxemburg – inklusive dazugehöriger Telefonnummer. Das Bestellen eines Handyspiels ist kinderleicht. Einfach eine SMS mit der Bestellnummer an die entsprechende Landes-Nummer simsen, auf die Bestätigungs-SMS warten und über einen darin mitgeschickten Link das Spiel downloaden – fertig.

Achtung Sternchen

Über der Deutschlandflagge und der Preisangabe von einem Euro steht groß “SMS-Sparpaket-Bestellung”. Das Sternchen hinter der Deutschland-Bestell-Telefonnummer kann man in diesem ganzen Bilder-Tumult glatt übersehen. Unten auf der Seite taucht das Sternchen wieder auf – zusammen mit einem ziemlich kleingedruckten Hinweis. Der Anbieter preist den günstigen Clubvorteil an und teilt mit, dass für Österreich, die Schweiz und Luxemburg bestimmte Abo-Kosten anfallen. Von Deutschland ist da aber nicht die Rede.

Sparpaket gleich Abo?

HandyspielwerbungKurzum – Marko hat das Spiel bestellt. Und hinter dem Begriff “SMS-Sparpaket” verbarg sich ein Abo. Der Anbieter buchte von da an fleißig ab – und zwar wöchentlich. Irgendwann war dann die Prepaid-Karte abtelefoniert. Markos Vater, auf dessen Namen Markos Handy läuft, hat das Abo telefonisch gekündigt. Und gleich mal den Kartenanbieter gewechselt. Wer weiß, ob der Spieleanbieter nicht in Sekundenschnelle das neue Guthaben einziehen würde, wenn die Karte neu geladen wird. Ach, ja: Das Spiel hat auf Markos Handy übrigens auch nicht funktioniert!

Die Verbraucherzentrale hat indes eine klare Haltung zu solchen Abofallen: “Teilt der Anbieter die Vertragsbedingungen nicht mit und stellt trotzdem Kosten in Rechnung, muss die Rechnung nicht gezahlt werden”, sagt Iwona Gromek, Juristin bei der Verbraucherzentrale NRW. “Auch bei einer Bestellung per SMS muss eine Bestätigung des Anbieters kommen, in der die Vertragsbedingungen stehen.” Wer sich also vor bösen Überraschungen bei der nächsten Handyrechnung schützen will, sollte immer die Vertragsbedingungen studieren. Sind die aber nur unverständlich formuliert und nicht auf einen Blick zu finden, solltet ihr besser die Finger von der Bestellung lassen.

So schützen sie sich vor SMS Abzockern

Posted by stucki On November - 19 - 2009

Geben Sie Ihre Handynummer nur an, wenn es wirklich nötig ist
Bei vielen Bestellungen, aber sogar in Vertragsformularen mancher Bank, sollen Sie der Nutzung Ihrer Daten zustimmen. Streichen Sie diese Passagen oder geben Sie einfach keine Handynummer an. Tipp: Der Datenweitergabe können Sie schriftlich auch nachträglich widersprechen.

Sperren Sie teure Nummern
Lassen Sie 0137-, 0900- und Premium-SMS-Nummern über den Kundenservice Ihres Mobilfunkanbieters sperren. Eine Sperre von Premium-SMS-Nummern ist derzeit allerdings nur bei T-Mobile und speziellen Kindertarifen möglich.

Melden Sie die SMS-Abzocke der Bundesnetzagentur
Erhalten Sie unverlangte SMS-Werbung oder Abzocker-SMS, melden Sie diese der Bundesnetzagentur.

Prüfen Sie Ihre Handyrechnung
Tauchen auf Ihrer Rechnung Kosten für Anrufe bei 0900-/0137-Nummern oder Premium-SMS auf? SMS-Gebühren finden Sie oft erst ganz am Ende der Handyrechnung unter dem Namen anderer Firmen, die Gebühren im Auftrag des Anbieters einziehen.

Finden Sie heraus, von wem die Nachricht stammt
Teilweise sind die Kontaktadressen von Premium-SMS-Anbietern auf der Handyrechnung vermerkt. Alternativ spüren Sie Anbieter von Premium-SMS- und 0900-Nummern im Internet auf. Anbieter anderer kostenpflichtiger Dienste finden Sie oft mit einer normalen Internetsuche – etwa bei Google – nach der Absenderrufnummer oder dem SMS-Text.

Kündigen Sie Abo-Dienste
Abos für Klingeltöne, Handyspiele oder Ähnliches lassen sich in der Regel per E-Mail oder SMS kündigen. Bei Jamba etwa stoppt man sämtliche Abos mit dem SMS-Text „STOP ALLE“ an Nummer 33333 oder per E-Mail an die Adresse „Reklamation@jamba-ag.de“.

Widersprechen Sie der Zahlung
In folgenden Fällen können Sie Gebühren auf Ihrer Handyrechnung widersprechen oder vom Anbieter zurückfordern:

* Der Anbieter hat den Preis für Premium SMS, Abos oder 0900-Nummern nicht klar genannt.
* Die versprochene Leistung, etwa eine Nachricht eines Nachbarn, ist nur vorgetäuscht.
* Ein Minderjähriger hat über seine Handy-Vorkassekarte ohne Wissen und ohne Zustimmung der Eltern einen Dienst bestellt.

Wichtig: Der Widerspruch muss schriftlich innerhalb von sechs Wochen erfolgen. Oft hilft auch schon eine Beschwerde beim Kundenservice. Bereits per Lastschrift eingezogene Beträge müssen Sie von Ihrem Mobilfunkanbieter zurückfordern. Wer die Rechnung per Überweisung zahlt, sollte sie um den strittigen Betrag kürzen.

Bestreiten Sie den Vertragsabschluss
Bekommen Sie eine Rechnung direkt von SMS-Abzockern, wehren Sie sich per Einschreiben oder Fax (Faxprotokoll aufheben!), etwa so: „Hiermit bestreite ich den Vertragsabschluss und widerrufe den Vertrag behelfsweise.“ Besteht die Firma auf der Forderung, wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale. Wurde bereits Geld von Ihrem Konto abgebucht, lassen Sie den Betrag von Ihrer Bank zurückbuchen.

Durchsuchungen wegen gewerbsmäßigen Betruges

Posted by stucki On November - 17 - 2009

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig führt ein Verfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges und Beihilfe zu dieser Straftat gegen insgesamt 12 Beschuldigte aus dem gesamten Bundesgebiet.

Es besteht der Verdacht, dass mit Betrugsabsicht ausgerichtete SMS – Chats unterhalten wurden. Auf unterschiedliche Art und Weise wurde Kontakt über die Einschaltung sogenannter “Chat-Animateure” zu potentiellen Opfern aufgenommen. Diese “Chat – Animateure” agieren unter Vorspiegelung falscher Identitäten oder Vorspiegelung der Möglichkeit eines realen Treffens, um auf diese Weise die Geschädigten/Opfer zum Versand von SMS unter Verwendung von kostenpflichtigen Premiumrufnummern (jeweils 1,99 €/min.) zu veranlassen.

Aufgrund eines bestehenden Haftbefehls wurde ein 30-jähriger Mann aus dem Raum Seesen festgenommen. Er befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen, die von der Zentralen Kriminalpolizeiinspektion der Polizeidirektion Braunschweig geführt werden, wird die Gesamtschadenshöhe auf fünf Millionen Euro geschätzt.

Bei den Durchsuchungen in den letzten Wochen, an insgesamt 19 Objekten in 9 Bundesländern, waren etwa 150 Polizeibeamte beteiligt.

Betrug per SMS – Was ist zu tun?

Posted by stucki On November - 13 - 2009

Was im Festnetz die 0900 Nummern sind, sind bei den Handys die Premium-SMS. Die reine Abzocke. Es gibt jedoch ein neues Urteil, dass den Verbraucher schützt!
Sie bekommen Ihr Geld zurück, wenn Sie betrogen wurden!

Der versteckte Vertrag bei unbekannter SMS

Es wird wohl schon jeder einmal eine seltsame SMS auf sein Handy bekommen haben, wie z.B. “Glückwunsch, Sie haben gewonnen.”, “Lange nichts von dir gehört, melde dich doch mal!” oder “Wir schützen Sie vor unseriöser Werbung…”.

Das Ziel ist immer, dass der Empfänger der SMS antwortet und dann unbemerkt auf eine teure Verbindung umgeleitet wird. Die Gebühren werden dann einfach mit Hilfe der Einzugsermächtigung, die der Netzbetreiber (z.B. D2 oder Eplus) mit dem Vertragsabschluss erhalten hat, eingezogen.

Wer die Rechnung nicht zahlt, weil man meint, nie einen Zusatzvertrag abgeschlossen zu haben, dem drohen bei unseriösen Anbietern dieser Premium-SMS ein Mahnverfahren.
Durchbrechendes Urteil

Der Verbraucher ist jetzt im Vorteil. Verbraucherschützer empfehlen jedoch bei unberechtigten Gebühren, diese von der Bank zurückbuchen zu lassen. Dies funktioniert allerdings nur dann ohne Probleme mit dem eigenen Netzbetreiber, wenn man gleichzeitig dessen Recht erhobene Gebühren manuell überweist. Ansonsten könnte die Handykarte gesperrt werden.

Die Rechtslage ist folgende: Solange der Anbieter keine Vertragsunterlagen zeigen will oder kann, muss der Kunde auch nichts bezahlen. (713 a C 256/05).
Der beste Schutz vor Betrug ist einfach nicht antworten!!

Die Kosten pro Premium-SMS können sich bis auf 5 Euro belaufen. Unter eine Premium-SMS fallen Klingeltöne, Sportnachrichten, Logos usw.

Folgendes sollten Sie beachten:

* Nie auf eine SMS mit unbekanntem Absender antworten.
* Jede SMS bis zum Schluss lesen, da sich die Preisangaben meist erst nach mehreren Leerzeichen befinden.
* Wer dennoch die Dienste in Anspruch nimmt, sollte sich unbedingt das Codewort zum Beenden des Abos aufschreiben.

Flirt-SMS-Abzocke

Posted by stucki On November - 12 - 2009

In dem Verfahren, das in der nächsten Woche fortgesetzt wird, sind drei Betreiber von SMS-Chats und deren Helfer wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs angeklagt. Sie sollen rund 700 000 Handy-Nutzer um etwa 46 Millionen Euro geschädigt haben. Drei von ihnen sitzen seit über zehn Monaten in Haft. Prozesse gegen weitere Beschuldigte sollen folgen.

Um erfolgreich zu sein, muss ein Animateur – so die Anweisungen, die bei Durchsuchungen in Call-Centern sichergestellt wurden – die Kunden mit falschen Profilen täuschen. „Ein erfolgreicher Animateur sind wir, wenn wir es schaffen, unseren Kunden eine Illusion zu verkaufen. Das erfordert, dass wir uns mit dem Profil, das der Kunde anschreibt, identifizieren, auf die Wünsche des Kunden eingehen und ihn davon überzeugen, dass wir (das Produkt seiner Begierde) auch den Preis der SMS wert sind.“

Fremdgänger, Geizhals, Skeptiker und Co.

Kunden werden dazu schamlos klassifiziert: Von „Typ 1 – Teenager – 13 bis Anfang 20 Jahre“ bis „Typ 8 – Stammkunde“. Ideales Opfer, so die Autoren, ist Typ 3: „Diesen Kunden kann man fast alles schreiben und – sie werden antworten – bis zu ihrem Ruin.“ Dieser Typ sei „der Minderbemittelte – Anfang 20 bis ca. 60 Jahre – alles, was auf anderem Wege keinen Partner finden würde – geistig Zurückgebliebene – Jungfrauen – körperlich Behinderte – finanziell gescheiterte Existenzen – Legastheniker – hässlich und zu dick – mit zu wenig Selbstbewusstsein.“ Die erste SMS sei „manchmal schwer zu lesen aufgrund schlechter Rechtschreibfähigkeiten“, aber „sie sind sehr schreibfreudig und pflegeleicht, wenn man Verständnis zeigt“.

Lohnendes Opfer auch der „Typ 4 – der Suchende – Mitte 30 bis über 60 Jahre“. Wenn „wir gut mit ihm umgehen, wird er uns lange erhalten bleiben“, vielleicht sogar „zum Stammkunden“. Für Typ 5, den „Fremdgänger“, und Typ 6, den „Sexkunden“, sei „Fingerspitzengefühl“ nötig, um sie im Chat zu halten. Typ 7, „der Skeptiker“, sei überzeugt, dass es sich um Geldschneiderei handele und die Chatpartner „nicht real“ seien. Dennoch sei er „mit ein bisschen Geschick“ vom Gegenteil zu überzeugen – „je skeptischer, desto leichter“. Typ 1 und Typ 2, „der Geizige – Mitte 20 bis Mitte 30 Jahre“, seien dagegen „so gut wie aussichtslos“ – Typ 1 sei oft zu jung, Typ 2 „sucht ein schnelles Date“, will aber kein Geld ausgeben und gleich die private Telefonnummer oder E-Mail-Adresse. Genau dies aber sollen die Animateure mit allen Tricks und Ausflüchten verhindern.

FairMedia – Handypost per SMS

Posted by stucki On November - 10 - 2009

Im virtuellen Raum ist wieder mal eine Flensburger Firma in der Mission der Abzockerei unterwegs. Diesmal geht es um ein Postfach fürs Handy, ein ziemlich teures.

Mit einer SMS geht es los. Tausende Handybesitzer in Deutschland empfingen nach Informationen des Verbraucherschutzes eine als privat gekennzeichnete SMS, die wegen Überlänge nicht auf den internen Speicher des mobilen Gerätes passe. Teil dieser Nachricht sind ein Nummerncode und ein Link zu einer Internet-Seite, wo sich die Botschaft bei Eingabe des Codes abrufen lässt. Das Dumme ist nur. Es gibt gar keine private Nachricht. Es gibt nach 14 Tagen eine Rechnung der Flensburger “FairMedia” über 108 Euro.

Was die Eiligen unter den Neugierigen oftmals übersehen: Indem sie sich bei beim FairMedia-Dienst “HandyPost” einloggen, schließen sie einen Vertrag, der ihnen über zwei Jahre ein Postfach für ihr Handy zusichert. Davon lassen sich angeblich Musikdateien, Videofilme und allerlei andere Datenpakete parken, um sie von dort an Freunde und Bekannte zu verschicken. Das mag dem einen oder anderen ganz praktisch erscheinen – Verbraucherschützer freilich halten die Geschäftsanbahnung für unseriös. “Es ist stark zu bezweifeln, dass diese Verträge rechtmäßig sind”, sagt Verbraucher-Anwalt Dr. Weta aus Kiel.

Nach Erkenntnissen des Verbraucherschutzes stammen die angewählten Telefonnummern von professionellen Datenverkäufern. Sparsamere Abzocker installieren aber auch gerne vollautomatische Dial-Programme, die nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum in den diversen Mobilnetzen Telefonnummern erfinden. “Kommt ein Anruf durch, ist also eine existente Rufnummer generiert worden, setzt das Programm die SMS ab, und das war’s” sagt Weta. “Die formalen Anforderungen des Gesetzes seien bei dem dann in Gang kommenden Vertrag ohne Zweifel nicht erfüllt.” Wer in die Flensburger Falle getappt ist, das ist sein Rat, sollte nicht zahlen und das Widerspruchs Formblatt benutzen, das der Verbraucherverein für solche Fälle im Internet zum Download bereit hält.

SMS Abzocke – Mobile Gateway Poland

Posted by stucki On November - 7 - 2009

In Leipzig berichtete die Verbraucherzentrale Sachsen über einen neuen Fall der SMS-Abzocke. Die SMS, die Handybesitzern zugeschickt werde, kommt von dem Anbieter Mobile Gateway Poland. Der Text der SMS sei folgendermaßen: “Info Ihrer Bildbearbeitungsbox. Die Bildmitteilung, die Sie erhalten haben, können Sie jetzt auf Ihr Mobiltelefon laden. Antworten Sie mit MMS, um diese abzurufen! Vielen Dank.” Viele Verbraucher gehen davon aus, dass die Nachricht von ihrem Netzbetreiber stammt und antworten.

Nach erfolgter Antwort erhalten die Handybesitzer eine SMS, die den Abschluss eines Abos für eine SMS-Sex-Flatrate bestätigt. In einer nachfolgenden SMS erfragt der Anbieter dann auch noch die Anschrift des Verbrauchers. Wenn der Handybesitzer die Anschrift preisgibt, erhält er kurz darauf eine Rechnung von Mobile Gateway Poland. Diese Rechnung sollte laut Verbraucherschützern keinesfalls bezahlt werden. Dasselbe gilt auch für die Mahnungen, die bei Nichtzahlung der Rechnung von der Inkassofirma “Euroliquid oHG” kommen. Eine Berechtigung zur Beitreibung der Forderung sei nicht vorhanden, da es aufgrund der beschriebenen Vorgehensweise keinen wirksamen Vertrag gäbe.

Schutz vor SMS Abzocke

Posted by stucki On November - 7 - 2009

  • Können schon beim SMS-Empfang Kosten anfallen?
  • Nein: Der reine SMS-Empfang ist stets kostenlos. Erst eine Antwort kann teuer werden. Allerdings sollten Sie beim Erhalt einer verdächtigen SMS anhand Ihrer Handyrechnung prüfen, ob Sie nicht bereits einen kostenpflichtigen Dienst bestellt haben, ohne es zu wissen.

  • Woran erkenne ich SMS-Locknachrichten?
  • Bei SMS von unbekannten Absendern und Sonderrufnummern sowie bei allgemein formulierten Texten sollten Sie misstrauisch sein. Typische Beispiele von SMS-Abzocke finden Sie in der Bildergalerie. Wie Sie sich wehren, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

  • Wo finde ich SMS-Abzocke auf meiner Rechnung?
  • Schauen Sie genau hin: Gebühren etwa für SMS-Chats oder Klingelton-Abos sind oft pauschal unter „SMS-Dienste“ aufgeführt. In anderen Fällen werden die Beträge dagegen separat unter dem Anbieternamen aufgelistet.

  • So schützen Sie sich
  • Geben Sie Ihre Handynummer nur an, wenn es wirklich nötig ist.
    Bei vielen Bestellungen, aber sogar in Vertragsformularen mancher Bank, sollen Sie der Nutzung Ihrer Daten zustimmen. Streichen Sie diese Passagen oder geben Sie einfach keine Handynummer an. Tipp: Der Datenweitergabe können Sie schriftlich auch nachträglich widersprechen.

    Sperren Sie teure Nummern
    Lassen Sie 0137-, 0900- und Premium-SMS-Nummern über den Kundenservice Ihres Mobilfunkanbieters sperren. Eine Sperre von Premium-SMS-Nummern ist derzeit allerdings nur bei T-Mobile und speziellen Kindertarifen möglich.

    Melden Sie die SMS-Abzocke der Bundesnetzagentur
    Erhalten Sie unverlangte SMS-Werbung oder Abzocker-SMS, melden Sie diese der Bundesnetzagentur.

    Prüfen Sie Ihre Handyrechnung
    Tauchen auf Ihrer Rechnung Kosten für Anrufe bei 0900-/0137-Nummern oder Premium-SMS auf? SMS-Gebühren finden Sie oft erst ganz am Ende der Handyrechnung unter dem Namen anderer Firmen, die Gebühren im Auftrag des Anbieters einziehen.

    Kündigen Sie Abo-Dienste
    Abos für Klingeltöne, Handyspiele oder Ähnliches lassen sich in der Regel per E-Mail oder SMS kündigen. Bei Jamba etwa stoppt man sämtliche Abos mit dem SMS-Text „STOP ALLE“ an Nummer 33333 oder per E-Mail an die Adresse „Reklamation@jamba-ag.de“.

    Widersprechen Sie der Zahlung
    In folgenden Fällen können Sie Gebühren auf Ihrer Handyrechnung widersprechen oder vom Anbieter zurückfordern:

    * Der Anbieter hat den Preis für Premium SMS, Abos oder 0900-Nummern nicht klar genannt.
    * Die versprochene Leistung, etwa eine Nachricht eines Nachbarn, ist nur vorgetäuscht.
    * Ein Minderjähriger hat über seine Handy-Vorkassekarte ohne Wissen und ohne Zustimmung der Eltern einen Dienst bestellt.

    Wichtig: Der Widerspruch muss schriftlich innerhalb von sechs Wochen erfolgen. Oft hilft auch schon eine Beschwerde beim Kundenservice. Bereits per Lastschrift eingezogene Beträge müssen Sie von Ihrem Mobilfunkanbieter zurückfordern. Wer die Rechnung per Überweisung zahlt, sollte sie um den strittigen Betrag kürzen.

    Bestreiten Sie den Vertragsabschluss
    Bekommen Sie eine Rechnung direkt von SMS-Abzockern, wehren Sie sich per Einschreiben oder Fax (Faxprotokoll aufheben!), etwa so: „Hiermit bestreite ich den Vertragsabschluss und widerrufe den Vertrag behelfsweise.“ Besteht die Firma auf der Forderung, wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale. Wurde bereits Geld von Ihrem Konto abgebucht, lassen Sie den Betrag von Ihrer Bank zurückbuchen.



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