Klingelton-Abos: Handyabzocker werden immer dreister

Posted by stucki On August - 31 - 2010

Der Schock kommt mit der nächsten Handyabrechnung: Immer mehr Smartphone-Nutzern werden teure Abonnements für Klingeltöne untergeschoben. Manche tappen mit nur zwei Klicks in die Falle – und merken es erst Wochen später, wenn die Handyabrechnung kommt. Zwar arbeiten die meisten Anbieter von Telefonmehrwertdiensten seriös, doch schwarze Schafe gibt es immer wieder. Das wissen auch die Mobilfunkbetreiber. Aber sie verdienen an jedem Abo, egal, wie es zustande kam.

Tim Reiser wollte zuerst gar nicht glauben, was da auf seinen Handyabrechnungen stand: Einmal 32 Euro, dann nochmal 38 Euro hatte ihm der Mobilfunkanbieter O2 für sogenannte Mehrwertdienste in Rechnung gestellt. In der Detailansicht war zigmal der Betrag von 2,99 Euro aufgeführt. Wofür, das konnte sich der Mediengestalter aus Stuttgart nicht erklären. In der Spalte vor dem Betrag stand schlicht “Content”. Auch ein Anruf bei O2 brachte erst mal wenig Aufklärung. Denn die Mobilfunkanbieter wissen nicht, wie die Beträge zustande kommen, sie leiten nur die Forderungen von Drittanbietern weiter – und verweisen bei Nachfragen auch an diese oder einen Zwischenhändler.

So auch im Fall von Tim Reiser: “Ich bin mit zwei von diesen Drittanbietern in Kontakt gewesen, einer heißt Bob Mobile, einer heißt Net Mobile – wobei die mir schon geschrieben haben, dass sie nur als Dienstleister für die Abrechnungen zuständig sind – und die, die eigentlich dahinter stecken, nennen sich dann Guerilla Mobile.” Diese Firma wiederum gehört zur Bob Mobile AG, die schon seit längerem in vielen Internetforen mit dem Stichwort “Abzocke” verbunden wird. Bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Düsseldorf liegen mehr als 300 Betrugsanzeigen vor. Die schweizerische Swisscom stellte die Zusammenarbeit mit Bob Mobile vergangenes Jahr ein, weil es zu viele Kundenbeschwerden gab. …

Quelle und vollständiger Bericht: SWR.de

Schon Anfang vergangenen Jahres trieben sie ihr Unwesen: Abzocker, die bei Telefonanrufen um Namen und Kontodaten für das Abbuchen von Spenden baten. Jetzt sind sie wieder aktiv. Wie Betroffene berichten, geben sich die Kriminellen als Mitarbeiter bekannter Tierschutzorganisationen aus, auch TASSO ist betroffen: Man habe doch vor Jahren eine Unterschrift gegen Tiertransporte geleistet. Jetzt wäre es doch an der Zeit für eine Spende. Man könne aber auch die Patenschaft für ein Tier übernehmen. Der Einfachheit halber würde man das Geld direkt vom Konto abbuchen.

Das Perfide an der neuen Abzockwelle: Das Telefondisplay bleibt nicht etwa leer, was sofort auf einen unseriösen Anrufer deuten würde, es erscheint eine plausible Rufnummer. Mal aus Frankfurt, mal aus Berlin oder München. Sogar Handynummern sollen hin und wieder zu sehen sein. Die Abzocker wollen damit suggerieren, dass man nichts zu verschleiern habe. “Das gehört zur Masche”, erklärt Philip McCreight von TASSO. “Die Abzocker nutzen einen technischen Trick, Call ID Spoofing genannt. Damit lässt sich beim Rufaufbau eine x-beliebige Nummer übermitteln, die mit der Realität nichts zu tun hat.” Die bei Betroffenen bisher auf dem Display erschienenen Nummern führten beim Rückruf denn auch prompt ins Leere.

“Telefonwerbung bei Verbrauchern ohne deren Einwilligung ist generell verboten”, fasst McCreight zusammen. “Seriöse Tierschutzorganisationen wie TASSO rufen niemals an, um Spenden zu sammeln oder gar Kontodaten abzufragen. Bei solchen Anrufen handelt es sich grundsätzlich um Abzocker.” Sein Tipp: “Sobald es um die Weitergabe persönlicher Daten geht, sofort auflegen!”

Quelle: Pressemeldung TASSO e.V.

Viele Verbraucher haben sich in den letzten Wochen wieder über dubiose Rechnungen und Mahnschreiben für angeblich in Anspruch genommene Telefonerotik-Dienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Hessen beschwert. Absender ist eine Firma namens “Czech Media Factoring” mit Postfachadresse im hessischen Petersberg. Ähnlich lautende Briefe wurden in der Vergangenheit unter den Namen TRC Telemedia, MB Direct Phone Ltd., Roxborough Management Inc. und Pepper United S.R.O. versandt. Postfachadresse und Rechnungslayout blieben immer gleich. Die Verbraucherzentrale hat hier nur einen Rat: nicht zahlen, gegebenenfalls der Zahlungsaufforderung widersprechen und sich nicht von Mahnungen und Inkassoschreiben verunsichern lassen.

Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Hessen

Anklage wegen Betrug mit Kontaktanzeigen per Telefon

Posted by stucki On August - 25 - 2010

Sie waren auf der Suche nach dem Partner fürs Leben und wurden gnadenlos abgezockt. Die Einsamkeit Alleinstehender sollen drei Männer aus Hannover für ihr illegales Geschäft ausgenutzt haben. Das Trio muss sich nun vor dem Landgericht Hildesheim verantworten.

Die Anklage wirft den 34- bis 40-Jährigen vor, insgesamt 67 Geschädigte aus ganz Deutschland um mehr als 92.000 Euro betrogen zu haben. Mit Hilfe fingierter privater Kontaktanzeigen sollen sie Männer animiert haben, teure Sondernummern anzurufen. Die Angeklagten schalteten laut Staatsanwaltschaft in Tages- und Wochenzeitungen sowie Anzeigenblättern in ganz Deutschland private Kontaktanzeigen.

Dabei wurden die Interessenten angehalten, eine Kurznachricht an die Dame zu senden. Beim anschließenden telefonischen Kontakt spiegelten die Frauen am anderen Ende der Leitungen vor, dass für die Anrufer nur geringe Kosten entstehen würden. „In Wirklichkeit führten die Anrufe zu einer teuren Flirt- oder Dating-Line der Firma der Angeklagten“, sagte Oberstaatsanwalt Uwe Görlich am Freitag bei der Anklageverlesung.

Quelle und vollständiger Bericht: Neue Presse

Haftstrafen wegen Telefon-Abzocke

Posted by stucki On August - 25 - 2010

Wegen Betrugs in jeweils 36 Fällen sind am Freitag am Landgericht Darmstadt zwei Betreiber einer vermeintlichen Partnervermittlungs-Agentur zu Haftstrafen verurteilt worden. Ein 40 Jahre alter Kelsterbacher, der nach Überzeugung des Gerichts ,,führender Kopf” der in den Jahren 2003 bis 2004 mit hoher krimineller Energie betriebenen Betrugsmasche war, erhielt eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren; seine 32 Jahre alte Komplizin aus Wiesbaden muss 28 Monate absitzen, wobei jeweils vier Monate wegen überlanger Verfahrensdauer als verbüßt gelten.

Ein dritter Angeklagter wurde freigesprochen, da ihm eine Tatbeteiligung nicht nachzuweisen war.Von einem ,,ausgeklügelten System, um Partnerschafts-suchende Männer so weit wie möglich finanziell zu schädigen”, sprach der Vorsitzende Richter Rainer Buss bei der Urteilsverkündung. Instrument war das Telefonnetz, genauer: Anschlüsse mit teuren 0190-Nummern, auf die Anrufer gelotst wurden. Zu diesem Zweck verschleierten die eigens geschulten Telefonistinnen die Nummern mit Vorwahlen und Ziffernblocks, Beispiel: 0107-801-908-345-794.

Die betrügerische Vermittlungsagentur lockte Kunden in ganz Deutschland über Inserate in Zeitungen und im Bildschirmtext an. Insgesamt 8800 Stunden lang wurde im beschriebenen Stil vom Frühjahr 2003 bis Frühjahr 2004 über Leitungen der Agentur telefoniert, ohne dass je eine Partnerschaft auch nur im Ansatz zustande kam.

Quelle und vollständiger Bericht: echo-online

Betrüger des Wiener Karussells festgenommen

Posted by stucki On August - 13 - 2010

Wegen Gewinnspielbetrugs in Millionenhöhe ermittelt die Staatsanwaltschaft Bielefeld im Südschwarzwald. Eine Bande soll binnen eines halben Jahres bis Anfang 2010 von Konten in ganz Deutschland unautorisiert 19 Millionen Euro abgebucht haben.

Vor zwei Wochen nahm die Polizei in Waldshut-Tiengen jenen Mann fest, den die Ermittler als zentrale Figur bei dem Betrug einschätzen: den 47-jährigen Schweizer Markus W. Bereits im April war das von ihm betriebene Hotel in Todtmoos durchsucht worden.

W. und seine Mittäter Thorsten S. und Daniela P., die in Bielefeld und Paderborn vier Callcenter betreiben, gingen nach einem von immer mehr Betrugsfirmen gehandhabten Muster vor, sagt die Staatsanwaltschaft.

Quelle und vollständiger Bericht: SÜDKURIER – Millionenbetrug per Telefon

Zeugin schildert Erfahrungen im SMS-Chat Prozess

Posted by stucki On August - 12 - 2010

Vor dem Kieler Landgericht schilderte die Frau am Montag im Prozess um mutmaßliche millionenfache Abzocke mit Flirt-SMS ihre Erfahrungen mit einem „Ulli, 53“, der sich später als professioneller Chatter eines Call-Centers herausstellte.

In dem Verfahren müssen sich drei Hauptangeklagte seit knapp einem Jahr wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs verantworten. Sie sollen 700 700 Handy-Nutzer um etwa 46 Millionen Euro geschädigt haben. „Ulli“ habe sie über ihr Profil auf einer Flirtseite (myflirt.de) angeschrieben, als ein Freund nach einer langjährigen Beziehung Schluss gemacht habe, schilderte die Frau stockend. Sie ist sprachbehindert und leidet an Epilepsie. Als sie mit „Ulli“ Kontakt über das Internet aufnehmen wollte, war er nur über eine teure Kurzwahl-Nummer zu erreichen. Jeder Versuch, diese Nummer zu umgehen, schlug fehl, berichtete die Frau.

Quelle: Hamburger Abendblatt

Abgetrennte Verfahren im Mintnet-Prozess ausgesetzt

Posted by stucki On August - 12 - 2010

In einem überraschenden Schritt hat die 6.Große Strafkammer des Landgerichtes Kiel die beiden bereits abgetrennten Verfahren gegen zwei der Mitangeklagten im Betrugsprozess um den professionellen Be- und Vertrieb von SMS-Chat-Diensten durch ein Firmengeflecht um die Flensburger Firma MintNet GmbH unter der Maßgabe ausgesetzt, dass die Verfahrensbeteiligten eine Verständigung über eine Verfahrenseinstellung nach §153a StPO erreichen. Nach einer einmonatigen Verhandlungspause war es am heutigen Montag daher nicht zu der geplanten Fortsetzung der Beweisaufnahme gekommen. Die zuständige Große Wirtschaftsstrafkammer gab damit den früheren Anträgen der Verteidigung statt.

Gegen die ursprünglich wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Bandenbetrugs angeklagten mutmaßlichen Strohmänner Rainer S. und Mirko H., die zumindest nominelle Geschäftsführer und Directors von GmbHs und Ltd. im MintNet-Komplex gewesen sein sollen, war seit März getrennt von den übrigen drei Hauptangeklagten verhandelt worden.

Das Verfahren gegen die drei Hauptangeklagten war am Montagmorgen mit der mit Spannung erwarteten Aussage einer Zeugin fortgesetzt worden.

Quelle und vollständiger Bericht: breaking-news.de

Die Falschen gewinnen durch Betrug am Telefon

Posted by stucki On August - 5 - 2010

Geschröpften Verbrauchern bleibt einstweilen wohl nur die Hoffnung, mit Strafanzeigen zufällig doch bei Ermittlern zu landen, die hart durchgreifen. Wie eben die Kriminalbeamten in Essen, die bei ihrer Fahndung tiefe Einblicke in ein dunkles Milieu erhielten und manchmal auf makabre Begebenheiten stießen.

Ein Mitarbeiter von Future Call, eines der in Verdacht geratenen Callcenter, sagte als Zeuge aus, er habe einmal eine Frau angerufen und gefragt, ob er deren Sohn sprechen könne. Die Frau habe geantwortet, der Sohn sei schon seit sieben Jahren tot. Den Grund für dieses peinliche Malheur fanden die Ermittler schnell heraus. Die Betreiber des mutmaßlich kriminellen Firmen-Netzwerks hatten über Jahre hinweg offenbar wahllos Daten von Verbrauchern gesammelt und gekauft. Wer in diesen Listen auftauchte, wurde einfach angerufen, um ihn mit vermeintlichen Gewinnspielen abzuzocken.

Quelle und vollständiger Bericht sueddeutsche.de

Geschäfte mit falschen Gewinnversprechen

Posted by stucki On August - 5 - 2010

Mal ist es eine “Agentur für die Abwrackprämie”, mal eine “Hauptverwaltung Mitte”, die sich per Werbebrief bei Verbrauchern meldet und einen unverhofften Geldsegen verspricht. Manchmal kündigt auch ein angebliches Autohaus die Lieferung eines Wagens an oder ein angeblicher Malermeister verspricht eine kostenlose Wohnungsrenovierung. Was die Werbebriefe gemeinsam haben: Stets rufen sie die Empfänger dazu auf, den angeblichen Absender unter einer teuren 0900-Nummer zurückzurufen.

Verbraucher, die darauf hereingefallen sind, berichten von ewigen Bandansagen, die sie unter den 0900-Nummern erreichen und teuren Telefonrechnungen, die sie später dafür bekommen, aber keine der in den Briefen angekündigten Wohltaten.

Nach Beobachtung von Verbraucherschützern sind seit Jahren solche Briefe in Umlauf, mehrere deutsche Staatsanwaltschaften haben schon versucht, die Absender zu ermitteln – doch bislang ohne Erfolg. Sicher ist nur eines: Hinter vielen Werbebriefen steckt eine Firma, die sich “Lincoln & Benz” nennt und die über Postfachadressen in den Niederlanden und Hongkong erreichbar sein soll. Wer sich dahinter verbirgt, konnte nicht einmal Interpol in Erfahrung bringen.

Die Geschäftemacher geben sich große Mühe, ihre Spuren zu verwischen, verschicken ihre Briefe zum Teil mit Stempeln, die denen der Deutschen Post AG nachempfunden sind. Doch diese Stempel sind nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Rostock gefälscht, die Briefe müssen mit einem anderen Zustelldienst befördert worden sein. Unklar ist, mit welchem.

Die einzige Behörde, die wirksam gegen “Lincoln & Benz” vorgehen könnte, ist die Bundesnetzagentur. Sie vergibt die 0900-Nummern und kann sie auch abschalten. Sie ist dafür zuständig, Verstöße gegen das Telekommunikationsrecht zu ahnden. Deswegen hat sie “Lincoln & Benz” auch schon einige 0900-Nummern abgeschaltet – aber nicht alle. Das Vertrackte: Für Verstöße gegen das Strafrecht ist die Bundesnetzagentur nicht zuständig. Resultat: “Lincoln & Benz” verschickt weiterhin Werbebriefe für seine übrigen, noch aktiven 0900-Nummern.

Quelle und Video: NDR – Markt im Drittten




Nr melden